9 – Frauen in anderen Ländern

Shirin Ebadi: Mein Iran. 

 

(München, Blanvalet, 2007)

 

Shirin Ebadi, geb. 1947, war die erste Richterin des Iran und bekam als erste Frau den Friedensnobelpreis. Sie beschreibt anschaulich die wechselhaften Zeiten im Iran, wie sie ihren Beruf als Richterin nicht mehr ausüben darf und andere Wege sucht, das alltägliche Leben in Teheran zwischen Bedrohung und Teetrinken. Besonderen Schwerpunkt legt sie auf die verschiedenen Einschränkungen der Freiheit der Frauen, die sich ständig ändern, aber oft keiner Logik folgen und das Leben anstrengend und unsicher machen. Sie erzählt viel von Menschen und ihren Schicksalen, von in unseren Augen grotesker Rechtsprechung, aber auch von Hoffnung und Mut.

 

Zukunft braucht Erinnerung. Frauenleben in Tansania.

Hrsg. Luise Plock, Dorothea Weller und Ute Phielepeit. 

 

(Basel, F.Reinhardt Verlag, 2008)

 

20 Frauen aus Tansania schreiben in einem Workshop über ihr Leben. Sie sind nicht daran gewöhnt, dass sich jemand dafür interessiert, was sie erlebt haben, So reflektieren sie jetzt beim Schreiben, was für sie im Leben wichtig war und ist und was sie geleitet hat bei Entscheidungen. Es kommen bunte Erinnerungen zusammen, traurige und mutige, fröhliche, und manche, bei denen wir gern nachfragen und mehr wissen würden. Alle geben einen Einblick in eine Welt, in der manches befremdlich ist für uns, aber auch dort sind es einfach Menschen, die versuchen,zurechtzukommen und ein zufriedenes und sinnerfülltes Leben zu leben. Ein Anhang gibt Erklärungen zur Situation der Krankheit AIDS, von der dort fast jede Familie betroffen ist, und zu Traditionen in Bezug auf Familie und Geschlechterbeziehung. Gut zu lesen und schwer aus der Hand zu legen.