13 – Biographisches

Sichtermann, Barbara / Rose, Ingo. Frauen einfach genial. 

 

(München, Knesebeck, 2010)

 

Wusstest du, dass die Geschirrspülmaschine von Josephine Cochran erfunden wurde? Und die Sprachsteuerung per Computer von Martine Kempf? Dinge, die wir heute benutzen ohne darüber nachzudenken. Sicher, bei den meisten Dingen wissen wir nicht, wer sie erfunden hat. Aber meistens denken wir dabei an Männer, und meistens waren es auch Männer, denn nur wenige Frauen waren finanziell und von ihrer Ausbildung her in der Lage, forschen zu können, und deren Erfindungen wurden dann oft Männern zugeschrieben, weil es Frauen nicht erlaubt war, Patente anzumelden oder keine wissenschaftliche Zeitschrift einen Artikel von einer Frau gedruckt hätte. Aber einige haben es doch geschafft, und umso mehr lohnt es sich, diese Frauen, ihre Erfindungen und ihre Lebensumstände herauszustellen. Das ist in diesem Buch anschaulich und allgemeinverständlich in einzelnen Kapiteln geschehen.

 

Rose de Freycinet. Briefe von der Uranie 

 

(Berlin, Verlag der Pioniere, 2011)

 

Eine junge Frau schleicht sich 1817 heimlich mit Hilfe ihres Mannes, der dort Kapitän ist, an Bord des Schiffes „Uranie“ in Toulon. Sie begleitet ihn und die Mannschaft 3 Jahre bei ihrer Reise um die Welt. Von Frankreich geht es über Rio de Janeiro und Kapstadt nach Australien und weiter über Timor und die Marianen bis Hawaii. Der Rückweg führt über Sydney und Südamerika, wo es durch einen Schiffbruch zu einem längeren Aufenthalt auf den Falklandinseln kommt. Von dort gerettet erreichen sie Frankreich mit einem anderen Schiff im Oktober 1820. Rose de Freycinet ist keine einsame Heldin, sie ist immer beschützt und begleitet von ihrem Mann. Dennoch hat sie sich für ein für eine Frau in dieser Zeit ungewöhnliches Abenteuer entschieden, dass ihr auch viel Kraft, Anpassungsfähigkeit und Unannehmlichkeiten abverlangt. Sie nutzt ihre Zeit für Kontakte, Hilfe, wenn sie wo nötig ist, und zum Schreiben zahlreicher Briefe vor allem an eine gute Freundin zu Hause. Dadurch bekommen wir eine farbige, spannende und persönliche Beschreibung der Menschen auf den verschiedenen Kontinenten und auch des Lebens an Bord. Auch, wenn wir heute das eine oder andere anders sehen, ist es auf jeden Fall eine sehr lesenswerte Lektüre, dieser erste Bericht einer Frau, die um die Welt gereist ist.