Bücherempfehlung Februar

Hallo an alle! 🙂 Für den Monat Februar empfehlen wir euch folgendes Buch: „exit RACISM: rassismuskritisch denken lernen“ von Tupoka Ogette.

Das Buch führt die Leser*innen in das Thema Rassismus ein, beginnend mit einer historischen Perspektive, die dann zu dessen Wirkungsweisen übergeht. Zusätzlich bietet dieses Buch eine Unterstützung in der emotionalen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die Kapitel enthalten auf Fakten basierte Informationen und häufig einen interaktiven Teil, durch den man als Leser*in Denkanstöße bekommt, sodass man im Alltag Rassismus erkennen und im besten Fall dekonstruieren kann. Diese Übungen regen somit zu einer ständigen Reflexion an.

Im Buch wird man auch Auszügen aus Logbüchern verschiedener Workshopteilnehmer*innen finden, diese können als Material für einen selbstreflektierenden Dialog genutzt werden oder sie helfen den Leser*innen ihre momentane Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen 🙂

Bücherempfehlung Januar

Hallo an Alle! 🙂 für den Monat Januar empfehlen wir euch folgendes Buch: Hannas Töchter von Marianne Fredriksson.

„Hannas Töchter“ erzählt das Leben von drei Generationen und wurde aus dem schwedischen von Senta Kapoun übersetzt. Die Autorin Marianne Fredriksson belegte mit diesem Buchtitel in den Jahren 1997 und 1998 auf der Spiegel-Bestsellerliste den ersten Platz. Für schwedisch sprechende Menschen ist der Roman sicherlich interessant in der Originalfassung zu lesen, weil auch die unterschiedlichen Sprachweisen der jeweiligen Zeit sowie Dialekte thematisiert werden. Das wird im Vorwort gesagt und ist in der deutschsprachigen Fassung nicht ganz ablesbar.

Durch eine sich wandelnde Erzählstruktur und oft vorkommende Orts- und Raumwechsel wird beim Lesen einiges an Abwechslung geboten. Der sensible Zugang zur Natur und der Willen zu arbeiten bleiben jedoch konstante Motive. Das Buch gliedert sich in fünf verschiedene Abschnitte.

Anna ist die Enkelin von Hanna und Johanna das Bindeglied zwischen den beiden. Einmal als Mutter von Anna und einmal als Tochter von Hanna.
Es ist eine Herausforderung sich immer wieder wach zurufen wer gerade aus welcher Perspektive erzählt, vor allem wegen der ähnlich klingenden Namen kommt man leicht durcheinander. Sich einen Überblick über das komplexe Geflecht zu schaffen lohnt sich also. Dazu kann man neben dem Lesen des Buches einen Zettel mit Stift bereithalten, um die Personenkonstellation und Orte schriftlich zu fixieren. Es gibt viele verschiedene Menschen die an dem Leben der drei Frauen teilgenommen haben, da sind: Familienangehörige, Lebenspartner, Kinder und Freunde. Sie tauchen auch immer wieder in den Geschichten auf. Die Gedanken und Reaktionen vieler verschiedener Akteure werden mitgeteilt und zum Teil analysiert. Dabei wiederholen sich Handlungsstränge, was allerdings eine Stärke des Romans ist.
Über die gleichen Personen dieselben Geschehnisse zu lesen wird spannend, wenn zB. aus dem Sohn plötzlich der große Bruder wird. Die gleiche Situation wird ganz anders geschildert und die Kommentierung verändert sich ebenfalls durch die Prägung des jeweiligen Zeitgeistes. Dennoch gibt es im Leben der Frauen generationsübergreifend Parallelen und sich wiederholende Gedanken.
Mit ihren unterschiedlichen Lebenswegen und Charaktereigenschaften bildet das Buch ein sehr vielfältiges Frauenbild.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen 🙂

Bücherempfehlung Dezember

Hallo an Alle! 🙂 für den Monat Dezember empfehlen wir euch folgendes Buch:

Good Night Stories for Rebel Girls: 100 außergewöhnliche Frauen von Elena Favilli und Francesca Cavallo

Nicht nur für Teenager geeignet, auch Erwachsene können sich von dem Autorinnenduo auf eine spannende Reise durch die Leben großartiger Frauen mitnehmen lassen. Das Buch illustriert sehr ansprechend 100 Kurzbiografien von Frauen, quer durch unterschiedlichste Jahrhunderte.

Sie sind ins All und über den Atlantik geflogen, haben den Erdball schon mit 16 umsegelt und die höchsten Gipfel in Röcken bestiegen. In allen Ländern und zu allen Zeiten gab es Frauen, die mutige Vorreiter waren, neugierige Entdeckerinnen, kluge Forscherinnen und kreative Genies. Herrscherinnen, die unter widrigsten Umständen ihre Länder regierten, Aktivistinnen, die gegen Ungerechtigkeit protestierten, Wissenschaftlerinnen, die unbekannte Pflanzen und gefährliche Tiere erforschten. Die Good Night Stories für Rebell Girls lassen sich zu jeder Tages- und Nachtzeit lesen und bieten im Besonderen für Mädchen eine stärkende Inspiration, der Neugier zu folgen und den Leidenschaften nachzugehen.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen 🙂

Bücherempfehlung November

Hallo an Alle! 🙂 für den Monat November empfehlen wir euch folgendes Buch:

Die linke Hand der Dunkelheit von Ursula K. Le Guin.

In diesem Buch wird geschildert wie der Terraner Genly versucht die Bewohner vom Planeten Gethen davon zu überzeugen dem Ökumenen Kollektiv beizutreten. Die Bewohner von diesem Planeten sind dem Menschen in gewissermaßen ähnlich, mit einem Unterschied und zwar sind die Bewohnen androgyn und können ein Geschlecht annehmen nur während einer kurzen Phase sexueller Erregbarkeit.

In so einer Gesellschaft gibt es also keine geschlechtsspezifische Machtkämpfe oder Hierarchien wie Genly sie kennt, dennoch gibt es andere Machtformen die im verlaufe des Buches dem abgesendeten immer wieder bewusst gemacht werden.

Man wird in ganz neuen sozialen Struktur eingeführt und dies bringt die LeserInnen dazu über eigene „Geschlechter-Vorurteile“ nachzudenken und zu hinterfragen. Weiterhin ist nicht nur diese Rolle vom Geschlecht von Interesse sondern auch der Planet Gethen an sich mit seiner Geschichte, Politik, Religion und der ständigen Kälte.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen 🙂

Bücherempfehlung Oktober

Hallo an Alle! 🙂 für den Monat Oktober empfehlen wir euch folgendes Buch:

verziert, verschnürt.. befreit. Vom Korsett zur lila Latzhose.

Dieses Buch ist als ein Begleitband zu einer Ausstellung von 1989/1990 konzipiert. Die Ausstellung wurde in Stetten, im Museum unter der Y-Burg, und im Stuttgarter Rathaus gezeigt und verhandelte vor Ort den historischen Hintergrund von weiblich gelesener Kleidung.

Mit vierzehn Beiträgen von verschiedenen Autor*innen lassen sich unterschiedliche Ansätze und Lebenswirklichkeiten von Frauen lesen. Einzelne Zeichnungen auf Seidenpapier skizzieren die Kleidung und gliedern den Katalog.
Bereits der Titel greift die Emanzipationsbewegungen von Frauen auf, welche sich in einzelnen Aufsätzen wiederfinden lassen. Nicht nur Fakten zur Herstellung und Form der Kleidungsstücke, sondern auch spezifische Weltbilder der jeweiligen Zeit werden beschrieben. Historische Ereignisse ab der französischen Revolution werden genannt und die Sprache ist feministisch geprägt. Hier wird der lesenden Person eine mögliche Form der Bewertung angeboten, welche sich als eine weitere Lesart der Vergangenheit anbietet.

Menschen müssen sich aufgrund von Schutz vor Kälte und äußeren Einflüssen einkleiden. Aber wann beginnen wir uns zu verkleiden?
Wenn das Bild nach außen repräsentativ für eine Person wirkt, können Vorgaben der Gesellschaft zu einer gezwungenen Kostümierung führen. Mittlerweile mag sich dieser Zwang gelockert oder aufgelöst haben. Aber in den letzten Jahrhunderten hat nur die Anpassung dem Individuum die Möglichkeit gesichert, an der Gemeinschaft teilzunehmen.
Der Ausstellungskatalog hinterfragt die Codes, die mit der Kleidung transportiert werden soll(t)en. Mit dem Ziel mal anders auf Mode zu blicken, findet eine Sensibilisierung für etwas alltägliches statt. Modetrends kehren immer wieder, suchen sich Vorbilder in der Vergangenheit. Das macht es besonders spannend zu fragen welche Vorstellungen mit jener Zeit transportiert werden können.
Auf den letzten Seiten gibt es für Interessierte eine Aufzählung mit weiterführender Literatur, sodass die letzte Seite im Buch nicht die letzte Seite zu dem Thema sein muss.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen 🙂

Bücherempfehlung September

Hallo an Alle 🙂 für den Monat September empfehlen wir euch folgendes Buch:

Das beherrschte Geschlecht von Sandra Konrad.

Die Autorin beschreibt die Situation der weiblichen Sexualität im 21. Jahrhundert. Wie ist die Lage für die Frauen heute? Und wie selbstbestimmt ist ihre Sexualität wirklich. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen beschreibt sie die historische Entwicklung der Rolle der Frau und ihrer Sexualität und entlarvt Geschlechterklischees, die bis heute wirksam sind. Dieses Buch zeigt auf wie stark wir heute noch von patriarchalen Strukturen beeinflusst sind und macht deutlich, dass das Private nach wie vor politisch ist.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen 🙂

Bücherempfehlung August

Hallo an Alle 🙂 diesen Monat empfehlen wir euch folgendes Buch:

Perfect Rhythm: Herzen im Einklang von Jae.

Das Buch handelt vom Popstar Leontyne Blake, die über die Liebe singt, doch eigentlich hat sie schon vor langer Zeit aufgehört, daran zu glauben.
Als ihr Vater einen Schlaganfall erleidet, kehrt sie in die Kleinstadt zurück, in der sie aufgewachsen ist.
Dort lernt sie die Krankenschwester Holly Drummond kennen, die sich nicht von Leos Berühmtheit beeindrucken lässt. Das ist nicht das Einzige, was Holly von anderen Frauen unterscheidet. Sie ist nämlich asexuell und hat die Suche nach einer Partnerin aufgegeben.

Die Geschichte wird aus beiden Sichten erzählt und Musik spielt eine wichtige Rolle, insbesondere wie das Showbusiness einen Traum zerstören kann, den man eigentlich leben wollte.

Perfect Rhythm ist ein lesbischer Liebesroman über die Suche nach dem harmonischen Einklang zwischen zwei sehr verschiedenen Menschen.

Bücherempfehlung Juli

Hallo an Alle 🙂 Diesen Monat empfehlen wir euch folgendes Buch:

Der Ursprung der Welt von Liv Strömquist.

In ihrem Comic ‚Der Ursprung der Welt‘ dreht sich alles um die Kulturgeschichte des sogenannten „weiblichen Geschlechtsorgan“. Angefangen bei der Frage, was genau sich hinter diesem Begriff verbirgt, nähert sich Liv Strömquist in sieben liebevoll illustrierten Kapiteln Themen wie der Tabuisierung und Verteufelung der Menstruation, der Angst vor der Vulva an sich, der Dämonisierung jeglicherWeiblichkeit, dem Verhindern einer weiblichen Individualität und der Besessenheit vieler historisch bekannter Männer ganz allgemein von Frauen.

Teils humoristisch, teils scharfsinnig schickt sie die Leser*innen durch unterschiedliche Epochen und erklärt anhand vieler Beispiele systematische Unterdrückungsmuster durch Sexismus, Heteronormativität und patriarchale Strukturen. In Begegnung mit Vertretern der griechischen Antike, Sigmund Freud, zeitgenössischen Rappern und vielen anderen gelingt es ihr informativ aufzuklären und auf unterhaltsame Weise ein neues Bewusstsein zu schaffen.

Das Buch bietet eine gute Möglichkeit, über die eigene Haltung zur Vulva zu reflektieren und sich mit den Themen Schuld und Scham kritisch auseinander zu setzen.

Bücherempfehlung Juni

Hallo an Alle 🙂 Diesen Monat empfehlen wir euch folgendes Buch:

Viva la Vagina. Alles über das weibliche Geschlecht von Nina Brochmann und Ellen Støkken Dahl.

Diese Buch handelt vom weibliche Körper, Sex und Gesundheit.
Es lebe die Vagina! Dieses Organ ist ebenso fabelhaftes wie sensible, das Buch beschreibt wie viel es zu entdecken, zu staunen – und zu genießen gibt!
Das Buch sticht hervor mit seiner direkten Art und kein Rumgerede über die »Muschi«, keine falsche Scham und auch kein medizinisches Kauderwelsch.

Die jungen Ärztinnen Nina Brochmann und Ellen Støkken Dahl erklären in diesem Buch direkt, unverkrampft und mit dem nötigen Fachwissen alles über die entscheidenden Themen: die Klitoris – nur die Spitze des Eisbergs; PMS – das Potentielle Mordsyndrom oder mögliche Sorgen im Intimbereich. Aus ihrer Erfahrung als Sexualberaterinnen und aus ihrem Klinikalltag wurde ihnen eines klar: Höchste Zeit, uns besser mit der Vagina vertraut zu machen. Also: Viva la Vagina!

Bücherempfehlung Mai

Hallo an Alle! 🙂 Diesen Monat empfehlen wir euch folgendes Buch:

„Queer – eine illustrierte Geschichte“, welche von Meg-John Barker und Julia Scheele entwickelt wurde, konnte durch die Übersetzerin Jen Theodor aus dem englischen ins deutsche überführt werden. Diese wird in schwarz-weiß gedruckt.

Das Buch kombiniert Abbildungen mit Textbausteinen und kann dadurch komplexe Theorien sowohl mit dem Gesicht hinter der Theorie in Verbindung bringen, als auch Problematiken in den Alltagskontext deutlich vorstellbar(er) machen. Die Bilder wechseln zwischen Comics, Metaphern und Pfeildiagrammen – beinahe jede der 178 Seiten hat seinen eigenen Schwerpunkt.

Es wird kein Vorwissen zum Thema Queer benötigt, denn es kann wie eine Einführung gelesen werden:

Auf die Wortbedeutung selbst wird Bezug genommen, das Konzept Geschlecht und Sexualität (in westlichen Kulturen) wird näher beleuchtet, wichtige Vertreter_innen werden vorgestellt. Die Vielfalt der Fragen, Theorien und Perspektiven fordern dazu auf, immer wieder den Standpunkt zu wechseln, denn das Buch ist auch als großer Diskurs zu verstehen. Fragen auf die z.B. Bezug genommen werden, sind:

Was für Folgen wirken auf jedes Individuum in einer Gesellschaft, die sich nur über zwei Geschlechter definiert? Welche Normen werden reproduziert, wer profitiert davon? Wo haben manche Annahmen ihren Ursprung? Warum sollte Rassismus für Queer-Theorie zentral sein? Warum ist Queer-Theorie notwendig geworden? Was hat der Begriff Queer mit mir zu tun?

Ein Buch, welches durch seine Gestaltung und seinen expliziten Aufruf zum hinterfragen von vermeintlich festen Weltanschauungen positiv aufgefallen ist.