Referentinnen gesucht!

Das Team der Frauenbibliothek sucht Verstärkung für das kommende Wintersemester 2020/21!
Studierst du an der TU Braunschweig, HBK oder Ostfalia? Und hättest du Lust mit uns den Verleih der Medien, aber auch coole und interessante Veranstaltungen zu organisieren?

Dann fänden wir es super, wenn du dich mit uns in Verbindung setzt, damit wir dir die genauen Aufgaben erklären und eventuelle Fragen deinerseits beantworten können.

Du erreichst uns am besten unter unserer E-Mailadresse: frauenbib@tu-braunschweig.de

Wir freuen uns von dir zu hören! 🙂

Lesung zu Fake Facts

Eine Lesung zu: Fake Facts. Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen gehalten von Katharina Nocun wird am 10. September 2020 zwischen 16:00 und 18:00 Uhr über den Webex Server stattfinden.

Verschwörungstheorien versuchen einfache Wahrheiten für eine komplizierte Welt wiederzugeben. Beispiele dafür sind folgende: Corona ist eine Erfindung der Pharmaindustrie! Oder: Das Virus wurde in chinesischen Geheimlaboren gezüchtet!
Verschwörungstheorien verbreiten sich nicht nur im Netz wie Lauffeuer und sind schon lange kein Randphänomen mehr. Die Autorinnen des Buches, Katharina Nocun und Pia Lamberty, beschreiben, wie sich Menschen aus der Mitte der Gesellschaft durch Verschwörungstheorien radikalisieren und die Demokratie als Ganzes ablehnen.

Es wird kritisch hinterfragt welche Rolle in diesem Prozess neue Medien haben und wie schnell jeder von uns zu einem Verschwörungstheoretiker werden kann. Weiterhin vermittelt dieses Buch wie man verdrehte Fakten aufdecken kann und hinterfragt wie man sich vor solch einer Meinungsmache schützen kann.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Inhalt:

»Fake News und Verschwörungserzählungen, darin waren sich Experten weltweit einig, haben sich direkt zu Beginn der COVID-19-Pandemie ähnlich rasant verbreitet wie das Virus selbst. Bereits im Februar 2020 warnte der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass die Welt es nicht nur mit einer Pandemie, sondern auch mit einer »Infodemie« zu tun habe. Viele der Mythen, die weltweit Verbreitung fanden, kreisten um die Idee, dass es sich bei dem Virus um eine Biowaffe handele, die angeblich in einem Labor, dem Wuhan Institute of Virology, hergestellt worden sei. Einige Medien zitierten noch im Januar 2020 »Experten«, die darüber spekulierten, ob das Virus das Produkt eines chinesischen Biowaffenexperiments sein könnte. Im Netz kursierten zahllose Verschwörungserzählungen, die sich mit dem neuartigen Coronavirus befassten. In YouTube-Videos und Blogs wurde etwa verbreitet, Microsoft-Gründer Bill Gates sei für die Pandemie verantwortlich. Einige Verschwörungsideologen mutmaßten zudem, es hätte bei der COVID-19 Pandemie keine Todesopfer gegeben und bei den Angehörigen und ehemals Erkrankten, die in der Presse zu sehen waren, handele es sich allesamt um bezahlte Schauspieler. Eine solche Haltung kann gefährliche Konsequenzen haben. Wer meint, dass das Virus nicht gefährlicher sei als eine Erkältung, hält sich nicht an empfohlene Maßnahmen. So gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern wird auch zum Risiko für andere.«

Die Veranstaltung wird über Webex stattfinden. Aus Sicherheitsgründen möchten wir den Link und das Passwort dafür nicht öffentlich posten. Wenn ihr teilnehmen möchtet, schreibt einfach eine kurze Mail mit dem Stichwort „Lesung Fake Facts“ an frauenbib@tu-bs.de und wir schicken euch dann den Zugang.

Wir freuen uns auf euch!

Bücherempfehlung September

Für den nächsten Monat empfehlen wir euch das Buch „Ganz wie sie“, das ihr jetzt auch bei uns ausleihen könnt!

In dem Buch „Ganz wie sie“ der Québecer Autorin Louise Dupré geht es um eine Art von Beziehung, wie sie zwar viele von uns kennen, die aber auch die unterschiedlichsten Facetten aufweisen kann: die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern.

Die Erzählerin setzt sich mit der komplizierten und auch schmerzhaften Beziehung zu ihrer Mutter, ihrer Schwester und auch ihrer eigenen Tochter auseinander. Sie analysiert, wie ihre Rolle als Tochter ihre Rolle als Mutter und beeinflusst hat und nicht zuletzt auch sich selbst. Fortwährend schwankt sie zwischen Liebe und Hass, Stärke und Ohnmacht, distanzierter Gefühllosigkeit und unerträglichem Schmerz. Teilweise finden sich diese Gegensätze direkt auf der nächsten Seite, als würde sie die Gefühlswelt einer völlig anderen Person widerspiegeln.

Das Buch hat eine ganz eigene Erzählweise: Es ist in vier Akte aufgeteilt, welche jeweils nochmal in Tableaus unterteilt sind. Jede Seite stellt dabei ein Tableau dar. In dieser ungewöhnlichen und innovativen poetischen Prosa wurden die Gedanken der Erzählerin eingefangen. Der zweite Teil des Buches ist ein Protokoll einer angeregten Unterhaltung zwischen Louise Dupré und der Theaterregisseurin Brigitte Haentjens.

„Ganz wie sie“ handelt nicht nur von Verbundenheit, sondern auch von Schmerz, Tabus, dem Wiedererkennen und dem Nebeneinanderleben und bietet somit viele Aspekte für die Leser*innen, sich wiederzufinden oder darin abzutauchen.

Vortrag zu Trans Geschichte

Ein Vortrag zu Trans Geschichte: Jahrhunderte des Widerstands wird am 10. Juli 2020 zwischen 16:00 und 18:00 Uhr über den Jitsi Server des AStAs stattfinden.

Wir sind kein Trend, kein vorübergehendes Phänomen, keine Instagram-Seuche. Geschichten von denen, die schon da waren, bevor es nur noch zwei Geschlechter gab, und denen, die kämpfen, bis es uns geben darf. Weil Zukunft Erinnerung braucht, und weil es verdammt viele verdammt coole trans Leute gab. Weil unsere Geschichte kennenzulernen bedeutet, unsere Existenz anzuerkennen.

Der Vortrag von alma Roggenbuck handelt über das letzte Jahrhundert trans Geschichte in Deutschland mit Fragen und Gespräch im Anschluss. Der Vortrag findet in deutscher Lautsprache statt.

In den letzten Jahren wird sie wieder verbreitet, die transfeindliche Vorstellung, dass es Menschen wie uns erst seit gestern gibt. Und dass es uns deshalb eigentlich gar nicht richtig gibt. Eltern von trans Kindern, das schwule Establishment (IQN) und radikale Feminist_innen (EMMA) bilden transfeindliche Zusammenschlüsse, die behaupten, was Konservative, Nazis und Christ_innen schon immer wussten: dass wir eine Krankheit der Moderne seien. Aber das war schon vor hundert Jahren Quatsch. Der Vortrag sucht die Quellen der modernen Erfindung der Zweigeschlechtlichkeit in Sexologie und Eugenik auf und erzählt die Geschichten von trans Kämpfer_innen der letzten hundert Jahre, auch um der transfeindlichen Scheiße mit historischem Material zu widersprechen. Aber vor allem, um trans Menschen zu empowern, und dem Widerstand eine Geschichte zu geben. Der Vortrag ist nur ein winziger Ausschnitt und lädt dazu ein, selbst nachzuforschen: Wie haben trans Leute in meiner Stadt gelebt? Was gab es für historische Selbstbezeichnungen? Wie damit umgehen, dass die Quellen fast immer transfeindlich sind? Wie finde ich etwas über migrantische und BiPoC trans Geschichte heraus?

alma Roggenbuck [keine o. sie/deren] ist natürlich Feminist_in. Mag Demos, Zigaretten und Archive. Verbreitet je nach aktuellem Stand der Verschwörung die trans Agenda über Hormone im Trinkwasser oder Workshops. alma ist weiß, trans, weiblich und nicht binär positioniert und hat in Halle / Saale studiert.

Zur Einstimmung ein Eintrag im trans Wörterbuch auf deren Blog:

https://t1p.de/trans-geschichte

Die Veranstaltung wird über Jitsi Server des AStAs stattfinden. Aus Sicherheitsgründen möchten wir den Link dafür nicht öffentlich posten. Wenn ihr teilnehmen möchtet, schreibt einfach eine kurze Mail mit dem Stichwort „trans Geschichte“ an frauenbib@tu-bs.de und wir schicken euch dann den Zugang. Wir freuen uns auf euch!

Näher:innen GESUCHT

Hallo an alle, wir möchten gerne die Aktion des Frauen BUNT e.V. unterstützen. Es werden Näher:innen gesucht, die Masken für die Aktion
„Soli- Masken – Nähen für Geflüchtete“ nähen möchten. Diese Aktion möchte den Menschen in den überfüllten griechischen Lagern helfen,
da dort über 40.000 Menschen auf kleinstem Raum miteinander leben und unter schwierigen Bedingungen ausharren müssen!

Die Masken werden an die Organisation „Ärtzte ohne Grenzen“ gesendet, die sich vor Ort engagieren.
Das Frauen BUNT e.V würde ihre Räume und Nähmaschinen bereit stellen, weiterhin würde es sich gemeinsam mit den Näher:innen auch um Stoffe usw. kümmern.
Es wäre schön, wenn sich Freiwillige finden würden, die auch ihre Zeit zur Verfügung stellen!

Bitte meldet euch, wenn ihr mithelfen möchtet, beim Frauen BUNT Braunschweig telefonisch oder per Email,
die Kontaktdaten findet ihr auf der Website www.frauen-bunt.de.
Liebe Grüße
das Team der Frauenbibliothek

Vollversammlung der Studentinnen

Die Vollversammlung der Studentinnen findet im Sommersemester 2020 am Freitag den 15. Mai ab 20:00 Uhr über den Stupa Mumble Kanal: https://www.tu-braunschweig.de/stupa/mumble
statt.

Die VV richtet sich an alle cis und trans Frauen, Lesben, Intersexuellen und Nichtbinären, die an der TU Braunschweig studieren. Die Tagesordnung könnt ihr dem obigen Bild entnehmen.

Liebe Grüße

Frauenbib-Team und AFLR

Ihr könnt wieder Bücher ausleihen

Hallo an alle!

Die Frauenbibliothek ist wieder für euch da. Wenn ihr Medien ausleihen möchtet, schreibt uns bitte eine Email (ihr findet sie unter https://www.frauenbib-bs.de/kontakt/) mit eurem Buchwunsch.

Zusätzlich schreibt uns, wann ihr Zeit habt, in dieser und der kommenden Woche die Medien abzuholen. Wir würden euch die Medien dann vor dem Grotrian mit genügend Abstand überreichen.
Falls ihr die Medien nicht abholen könnt, schreibt uns das auch und wir finden eine passende Lösung für euch.
Für eine kontaktlose Bücherrückgabe könnt ihr auch einen Termin über Email mit uns vereinbaren.


Viele Grüße und bleibt gesund
Euer Frauenbib-Team

Bücherempfehlung April

Hallo an alle! 🙂 Dieses Mal wird es blutig. Für den Monat April empfehlen wir euch folgendes Buch: „Periode ist politisch“ von Franka Frei.

Franka Frei führt die Leser*innen in das unterrepräsentierte Thema der Menstruation ein und bricht damit eines der größten Tabus unserer Zeit. Seit ihrem Bachelor-Abschluss im Fach Angewandte Medien ist sie sozusagen Menstruationsexpertin und -aktivistin, da sie sich entgegen der Empfehlungen ihrer Hochschulkoordinatorin entschied, ihre Abschlussarbeit zum Thema „Tabu und Menstruation“ zu verfassen.

Jahrhundertelang als reine „Frauensache“ abgestempelt, ist die Monatsblutung auch heute noch viel mehr von Mythen, Ressentiments und Schweigen als von Fakten und Verständnis geprägt.
Mit diesem Missstand will das Buch von Franka Frei aufräumen. Dabei informiert sie die Leser*innen auf unterhaltsame und ungezwungene Weise, verschweigt dabei jedoch den Ernst der Lage nicht. Ein großer Teil der jungen Frauen auf der Welt ist bei Auftreten ihrer ersten Periode noch immer nicht ausreichend informiert (und wird es auch oft danach nicht) und nach wie vor ist die Menstruation für viele Frauen mit Scham verbunden. Darüber hinaus geht sie auf ökonomische und ökologische Faktoren ein, die einen Beitrag zum öffentlichen und persönlichen Umgang mit Menstruation leisten.

Ausfall der Frauenbibliothek

Die Öffnungszeiten der Frauenbibliothek bleiben weiterhin auf unbegrenzte Zeit geschlossen.
Die Leihfrist für die ausgeliehenen Medien von NutzerInnen wird bis zum 20.5.2020 verlängert.
Wir arbeiten an Lösungen wie ihr Bücher ausleihen könnt.

Liebe Grüße
Frauenbib-Team

Ausfall der Frauenbibliothek

Die Öffnungszeiten der Frauenbibliothek bleiben weiterhin auf unbegrenzte Zeit geschlossen.
Die Leihfrist für die ausgeliehenen Medien von NutzerInnen wird bis zum 20.5.2020 verlängert.
Wir arbeiten an Lösungen wie ihr Bücher ausleihen könnt.

Liebe Grüße
Frauenbib-Team