Bücherempfehlung September

Für den nächsten Monat empfehlen wir euch das Buch „Ganz wie sie“, das ihr jetzt auch bei uns ausleihen könnt!

In dem Buch „Ganz wie sie“ der Québecer Autorin Louise Dupré geht es um eine Art von Beziehung, wie sie zwar viele von uns kennen, die aber auch die unterschiedlichsten Facetten aufweisen kann: die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern.

Die Erzählerin setzt sich mit der komplizierten und auch schmerzhaften Beziehung zu ihrer Mutter, ihrer Schwester und auch ihrer eigenen Tochter auseinander. Sie analysiert, wie ihre Rolle als Tochter ihre Rolle als Mutter und beeinflusst hat und nicht zuletzt auch sich selbst. Fortwährend schwankt sie zwischen Liebe und Hass, Stärke und Ohnmacht, distanzierter Gefühllosigkeit und unerträglichem Schmerz. Teilweise finden sich diese Gegensätze direkt auf der nächsten Seite, als würde sie die Gefühlswelt einer völlig anderen Person widerspiegeln.

Das Buch hat eine ganz eigene Erzählweise: Es ist in vier Akte aufgeteilt, welche jeweils nochmal in Tableaus unterteilt sind. Jede Seite stellt dabei ein Tableau dar. In dieser ungewöhnlichen und innovativen poetischen Prosa wurden die Gedanken der Erzählerin eingefangen. Der zweite Teil des Buches ist ein Protokoll einer angeregten Unterhaltung zwischen Louise Dupré und der Theaterregisseurin Brigitte Haentjens.

„Ganz wie sie“ handelt nicht nur von Verbundenheit, sondern auch von Schmerz, Tabus, dem Wiedererkennen und dem Nebeneinanderleben und bietet somit viele Aspekte für die Leser*innen, sich wiederzufinden oder darin abzutauchen.