Bücherempfehlung Januar

Hallo an Alle! 🙂 für den Monat Januar empfehlen wir euch folgendes Buch: Hannas Töchter von Marianne Fredriksson.

„Hannas Töchter“ erzählt das Leben von drei Generationen und wurde aus dem schwedischen von Senta Kapoun übersetzt. Die Autorin Marianne Fredriksson belegte mit diesem Buchtitel in den Jahren 1997 und 1998 auf der Spiegel-Bestsellerliste den ersten Platz. Für schwedisch sprechende Menschen ist der Roman sicherlich interessant in der Originalfassung zu lesen, weil auch die unterschiedlichen Sprachweisen der jeweiligen Zeit sowie Dialekte thematisiert werden. Das wird im Vorwort gesagt und ist in der deutschsprachigen Fassung nicht ganz ablesbar.

Durch eine sich wandelnde Erzählstruktur und oft vorkommende Orts- und Raumwechsel wird beim Lesen einiges an Abwechslung geboten. Der sensible Zugang zur Natur und der Willen zu arbeiten bleiben jedoch konstante Motive. Das Buch gliedert sich in fünf verschiedene Abschnitte.

Anna ist die Enkelin von Hanna und Johanna das Bindeglied zwischen den beiden. Einmal als Mutter von Anna und einmal als Tochter von Hanna.
Es ist eine Herausforderung sich immer wieder wach zurufen wer gerade aus welcher Perspektive erzählt, vor allem wegen der ähnlich klingenden Namen kommt man leicht durcheinander. Sich einen Überblick über das komplexe Geflecht zu schaffen lohnt sich also. Dazu kann man neben dem Lesen des Buches einen Zettel mit Stift bereithalten, um die Personenkonstellation und Orte schriftlich zu fixieren. Es gibt viele verschiedene Menschen die an dem Leben der drei Frauen teilgenommen haben, da sind: Familienangehörige, Lebenspartner, Kinder und Freunde. Sie tauchen auch immer wieder in den Geschichten auf. Die Gedanken und Reaktionen vieler verschiedener Akteure werden mitgeteilt und zum Teil analysiert. Dabei wiederholen sich Handlungsstränge, was allerdings eine Stärke des Romans ist.
Über die gleichen Personen dieselben Geschehnisse zu lesen wird spannend, wenn zB. aus dem Sohn plötzlich der große Bruder wird. Die gleiche Situation wird ganz anders geschildert und die Kommentierung verändert sich ebenfalls durch die Prägung des jeweiligen Zeitgeistes. Dennoch gibt es im Leben der Frauen generationsübergreifend Parallelen und sich wiederholende Gedanken.
Mit ihren unterschiedlichen Lebenswegen und Charaktereigenschaften bildet das Buch ein sehr vielfältiges Frauenbild.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen 🙂